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Die Geschichte des Obbacher Kindergartens

 - ein kleiner historischer Abriss -


Schon vor 1939 gab es eine Art Kindergarten, der die Bauersfrauen für die Feldarbeit freistellen sollte. Lotte Rupprecht und Elise Deubel (später Brändlein) hüteten ganzjährig 30 bis 40 Kinder im Saal des Gasthauses "Zum Goldenen Löwen" für 20 Pfennige pro Woche. Später musste der Betrieb vorübergehend eingestellt werden, weil Militär in die Räumlichkeiten einquartiert wurde. 

Seit 1939/40 gab es wieder einen Kindergartenbetrieb. Im Haus neben dem heutigen Kindergarten (Sulzthalerstraße 8 – ehemalige Judenschule) betreute Lilli Müller als Erzieherin zusammen mit Erna Spiegel die Kinder, während nebenan (heute Sulzthalerstr. 6) auf dem dafür vorgesehenen Gelände bereits kräftig gebaut wurde.

 


 

1939 wurde der Grundstein für den Kindergartenneubau gelegt. Der Patron der Evang.-Luth. Kirchengemeinde und große Gönner Obbachs, Georg Schäfer, ließ für 50.000 Reichsmark ein schönes Gebäude errichten. Ihm war der neue Kindergarten ein Herzensanliegen.

Der Obbacher Kindergarten wurde am 21. März 1941 eingeweiht. Träger der Einrichtung war - wie damals üblich - die  Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV). Schwester Wilhelmine hatte die Oberleitung.

Kurz vor Kriegsende wurde der Kindergarten kurzfristig als Lazarett für verwundete deutsche Soldaten benutzt. Unmittelbar nach Kriegsende waren amerikanische Soldaten einquartiert.

 

 

 

 

Am 1. Juni 1945 wurde der Kindergartenbetrieb wieder aufgenommen.

Der Besitz fiel zunächst an den Bayerischen Staat. Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Obbach war in einer schwieriger Zeit bereit, die Betriebsträgerschaft zu übernehmen.

Die erste Kindergartenleiterin war Annerose Ludwig, die Tochter des Jahre zuvor verstorbenen Pfarrers Philipp Ludwig.

Am 1. September 1947 übernahm Marianne Hofmann aus Schweinfurt die Stelle und blieb unter schwierigsten Bedingungen bis 1955.

Zu ihrer Zeit wurde der "Evangelische Verein für Kinderpflege" gegründet.


Marianne Hofmann (links) und Elise Deubel mit "ihren" Kindern.

 

 


Auf der rechten Seite ist "Tante Else" zu sehen.

 

Am 15.11.1955 begann Else Wagner (nach ihrer Heirat Else Keller) ihren Dienst. Sie leitete – mit Unterbrechungen – den Kindergarten bis 1979. Als legendäre "Tante Else" ist sie manchen Obbachern heute noch in bester Erinnerung.

1959 kaufte die Kirchengemeinde das Gebäude für 30.000 DM dem Staat ab.

Das in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude musste 1965 für 96.657 DM renoviert werden – eine damals sehr hohe Summe. Die Wiedereinweihung konnte am 10.10.1965 gefeiert werden.

 

 

 

 

1988/89 wurden von der Elternschaft in Eigenleistung die Außenspielgeräte erneuert.

Seit 1990 ist der Kindergarten zweigruppig.

Im selben Jahr begann der große Um- und Erweiterungsbau, und der Kindergartenjahr zog im Herbst 1990 vorübergehend ins alte Rathaus. Mit einer Gesamtkostensumme von 1.140.030 DM wurde das Gebäude unter der Leitung von Architekt Franz Göger (Schonungen) komplett umgebaut und erweitert. Dazu wurde ein Gebäudeteil angebaut und im Obergeschoss ein Mehrzweckraum, eine Küche und ein Ruheraum geschaffen.

Am 14.10.91 konnte das Gebäude wieder bezogen werden. Am ersten Advent 1991 wurde die kirchliche Einweihung gefeiert.


 

 


 

Seit 1996 wird die Schulkinderbetreuung angeboten.

1998/99: Erneuerung der Toilettenanlage im Keller in Eigenleistung

Seit 1999 gibt es eine Konzeption. Unter dem Titel "Geborgenheit hat viele Namen" wurde sie vom Kindergarten-Team unter der Leitung von Heike Behrendt und in Abstimmung mit dem Kirchenvorstand erarbeitet.

In den Jahren 2010/11 wurde unser Kindergarten zur Betreuung von Kleinkindern ertüchtigt. Hierfür musste u.a. ein Ruheraum eingerichtet werden, viele neue Spielgeräte wurden angeschafft.

 

 

Die ausführliche Geschichte des Kindergartens kann nachgelesen werden in:

"Die bewegte und bewegende Geschichte des Obbacher Kindergartens"
aufgeschrieben von Wolfgang Brändlein
veröffentlicht 2000
Preis: 5,00 EUR

Die 56 Seite umfassende Kindergarten-Chronik 
ist im Pfarramt Obbach erhältlich.
Wir schicken Sie Ihnen auch gerne zu.
Schreiben Sie uns einfach eine entsprechende eMail.